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19.08.2008 - Sommerlicher Hitzeschutz – Was ist zu beachten?
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Beim Thema sommerlicher Hitzeschutz hört man oft von Phasenverschiebung und vielen Begriffen, unter denen man sich als Laie nicht so viel vorstellen kann. Mit diesem Beitrag wollen wir einige Begriffe näher erläutern und was bei der Wahl des optimalen Dämmstoffes zu beachten ist.
Sommerlicher Hitzeschutz ist wichtig, um im Sommer die Hitze draußen zu lassen und im Wohnraum angenehme Temperaturen zu behalten. Dies hängt nicht von U-Wert ab, der eine Aussage zum winterlichen Kälteschutz trifft. Im Sommer kommt es zwischen Tag und Nacht durch die Sonneneinstrahlung zu sehr großen Temperaturschwankungen. Diese können nur durch Konstruktionen abgepuffert werden, die eine sehr hohe Speicherfähigkeit haben.
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Die spezifische Wärmespeicherkapazität wird in J/kg*K angegeben und hängt von den Eigenschaften des verwendeten Rohstoffes ab. Dieser Wert sagt aus, wie viel Wärmeenergie ein Baustoff aufnehmen und damit abpuffern kann. Darüber hinaus spielt die Dichte des Baustoffes eine wichtige Rolle. Denn die Kombination aus hoher Masse und guter Speicherfähigkeit ergibt einen optimalen sommerlichen Hitzeschutz.
Mit diesen Werten kann der Vorteil von Kronotherm Holzfaserdämmstoffen im Vergleich zu Glaswolle klar dargestellt werden. Wie in der Tabelle zu sehen, ist die spez. Speicherkapazität von Holz ca. 2,5x besser. Die Dichte von Glaswolle liegt mit ca. 25 kg/m³ fast 50% unter Kronotherm FG mit über 45 kg/m³. Damit ist also die Speicherfähigkeit der Kronotherm fast 5x höher als bei herkömmlicher Glaswolle.
Aus den materialspezifischen Werten kann nun das Verhalten der Konstruktionen im Sommer berechnet werden. Folgende Ergebnisse sollten dabei beachtet bzw. angegeben werden.
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Die Phasenverschiebung wird in Stunden angegeben. Es ist die Zeit, welche die durch Sonneneinstrahlung verursachte Hitze benötigt, um durch eine Konstruktion von außen in den Innenraum zu gelangen. Das Optimum liegt bei 12 Stunden. Die Wärme kommt also erst dann im Innenraum an, wenn es außen schon wieder kühler wird. Damit kann die Wärme durch Lüftungsmaßnahmen nach außen abgeführt werden.
Die Amplitudendämpfung wird in Prozent angegeben. Die im Sommer außenseitig stattfindenden Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht können nach innen reduziert werden.
Beispiel: Unter einer Dacheindeckung sind morgens 20°C. Durch Sonneneinstrahlung erwärmt sich die Außenseite der Konstruktion auf max. 80°C. Die Temperaturschwankung liegt also bei 60°C. Diese 60° können je nach Konstruktion unterschiedlich abgepuffert werden. Je höher die Speicherkapazität und die Dichte der Dämmung und der Konstruktion, desto größer die Amplitudendämpfung.
In der kommenden Woche wird ein weiterer Beitrag veröffentlicht, in welchem zwei Konstruktionen gegenübergestellt werden und die hier erklärten Begriffe Anwendung finden.
St. Gottfried
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