Kronotex Heiligengrabe stellt derzeit auf der weltgrößten Messe für Bodenbeläge in Hannover aus
HANNOVER / HEILIGENGRABE - Von A wie „Apfel Trentino“ bis Z wie „Zwetschge Astoria“ reichen die Bezeichnungen für Produkte der Krono-Gruppe. Sie werden derzeit auf der Domotex in Hannover ausgestellt.
„Eine so große Dekor- und Produktauswahl hatte Kronotex noch nie“, schwärmt Marketingleiter Uwe Petzold auf der Domotex 2008, der weltgrößten Fachschau für Teppiche und Fußbodenbeläge. „Wir stellen zum zehnten Mal hier aus.“ Für einen Rundgang auf dem Ausstellungsstand des Laminatherstellers aus Heiligengrabe müssen Besucher Zeit mitbringen: Auf einer Grundfläche von 400 Quadratmetern präsentiert sich die Schweizer Krono-Gruppe über zwei Etagen mit ihren Tochterunternehmen. Der brandenburgische Unternehmenszweig gilt mit rund 700Mitarbeitern als Flagschiff.
„Das ist unsere wichtigste Messe“, erklärt der Marketingmann aus der Mark. Rund 60Mitarbeiter der Firmengruppe aus allen neun Standorten zwischen Amerika und Russland stehen zur Betreuung der internationalen Besucherschar bereit. Die Brandenburger stellen ein Drittel des Standpersonals, das vom Azubi am Informationstresen über die Vertriebsmitarbeiter an den Boden-Musterplatten bis zur Geschäftsführung im abgetrennten Besprechungsbereich reicht.
„Life can be so beautiful – so ist unser neuer Marketingauftritt von Floors for Living überschrieben“, erläutert Petzold in wundersamem Werbedeutsch der Fachwelt. Seit 1994 arbeitet der Holztechnik-Ingenieur in Heiligengrabe, baute die deutsche Marketingabteilung zunächst nebenbei auf, die er nunmehr seit Jahren in Vollzeit leitet. Mit stetiger Expansion der Firma und steigendem Export in mittlerweile über 80Länder passte sich der Fachmann in seiner Sprach-Strategie den Gewohnheiten des internationalen Marktes an.
Petzold: „Seit Aufnahme unserer Laminat-Produktion im Jahr1995 sind wir bisher stets gewachsen, stehen aber mit unseren Fußböden wie mit unserer Werbung in teils scharfem Wettbewerb zu anderen Anbietern.“ Die Entwicklung neuer Muster und Produkte gehöre für Kronotex zu den wichtigsten Maßnahmen der Marktbehauptung. Jenseits der klassischen Dekore präsentiert die Fußbodenfirma ein gutes Dutzend neuer Designs, deren Palette von A wie „Apfel Trentino“ bis Z wie „Zwetschge Astoria“ reicht. Mit den Innovationen will Kronotex die ganze Breite potenzieller Käuferschichten ansprechen, die den häuslichen Liebhaber holzidentischer Strukturen ebenso umfasst wie den jung-dynamischen Zeitgeist mit eher extravagantem Geschmack.
Zudem bieten die Brandenburger eine neue „Glamour“-Serie mit eleganten sowie absolut staub- und bakteriendichten Glanzoberflächen. Aufwändig hergestellt über eine neuartige Elektronenstrahl-Lackierung, zielt diese Neuheit auf Käuferschichten mit eher gut gefülltem Geldbeutel. Eine weitere Innovation im gehobenen Niveau stellt „Ocean“ dar. Diese neue Schiffsdeck-Kollektion ist nicht nur optisch an die Holzbeplankung von Booten angelehnt, sondern auch in deren Funktionalität. „Die sind hundertprozentig für Feucht-räume geeignet“, verspricht Petzold.
Vielversprechend für Kronotex scheint auch die Weltpremiere einer spektakulär anmutenden Produktlinie namens „real stone“. Anderthalb Jahre tüftelten die Firmen-Entwickler zusammen mit Materialprüfern und Wissenschaftlern an der Idee, millimeterdünnen Schiefer-Echtstein als Furnier auf die bewährten Fußboden-Formteile zu bringen. Das Ergebnis liegt jetzt dem Domotex-Fachpublikum zu Füßen, jeder Zentimeter des Bodens ist aufgrund der natürlichen Materialoberfläche ein Unikat.
Händler aus aller Herren Länder zeigen sich ebenso erstaunt wie einkaufsinteressiert, kein anderer Hersteller bietet eine derartige Innovation. „Eigentlich wollten wir mit unserer Produktstudien-Präsentation in Hannover vorsichtig herausfinden, ob die Idee den Kundengeschmack treffen könnte. Aber die Resonanz gibt uns schon jetzt Grund für Optimismus“, erklärt Petzold am zweiten Messetag.
Noch bis zum morgigen Dienstag wirbt Kronotex auf der internationalen Schau in Hannover. Das ist der diesjährige Auftakt für weitere Werbeauftritte in der weiten Welt der Messen, die 2008 über Belgien und Dubai bis nach China führen sollen. (Von Hendrik de Boer)